Erdöl aus Aitingen

Unter dem Süden des Augsburger Landes und weiter im Allgäu liegt das größte Ölfeld im Voralpenland. Das Öl ist in einer Tiefe von 1000 - 1500 m in Sandstein gebunden. Das Ölfeld zwischen Groß- und Kleinaitingen wird durch zehn Bohrlöcher erschlossen. Im Herbst 2016 wird in 1315 m Tiefe die Versuchbohrung "Aitingen Süd 3" südlich von Kleinaitingen im Lechfeld gemacht.
In Bayern werden im Jahr zirka 35 000 Tonnen Erdöl gefördert. Allein auf dem "Aitinger Feld" sind seit 1979 mehr als 1,5 Millionen Tonnen Rohöl an die Oberfläche gepumpt worden. Pro Jahr sind es derzeit rund 30 000 Tonnen. Der Standort ist der mit Abstand größte Ölförderbetrieb im Alpenvorland. Das Erdöl aus den Bohrungen in Aitingen wird zentral auf dem Betriebsplatz in Großaitingen aufbereitet und anschließend per Kesselwagen zur Raffinerie in Lingen transportiert.
Neben dem Erdöl wird als Beiprodukt auch Gas gefördert. Unter dem hohen Druck in der Erde ist es im Öl gelöst. Schon jetzt speist das Ölfeld "Aitingen" zirka 175 000 Kubikmeter im Monat in das Versorgungsnetz der Erdgas Schwaben ein.

Zehn Mitarbeiter der BASF-Tochter Wintershall sorgen Im Werk "Aitingen" für einen reibungslosen Ablauf. Die Förderstationen und Aufbereitungsanlagen sind voll automatisiert.


Bohrturm am Ölfeld "Aitingen Süd 3" im Jahr 2016
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