Gutshof Lechfeld

Der Kuhstall auf dem Gutshof >

Der Gutshof Lechfeld ist ein Gemeindeteil von Kleinaitingen und liegt direkt östlich an der Abfahrt Schwabmünchen/Kleinaitingen der Bundesstraße 17.
Der Gutshof Lechfeld wurde 1935/36 zur Versorgung der Soldaten des Fliegerhorstes Lager Lechfeld gebaut und war ein sog. Muster-gut der Reichsluftwaffe. Das Gut mit einer Größe von 1200 ha und imposanten Wirtschaftsgebäuden stand unter
ziviler Verwaltung durch Gutsdirektor Löw und Inspektor Beier. Es waren bis zu 120 Leute auf dem Gutshof beschäftigt. Beim Angriff auf den Flughafen Lechfeld am 12. September 1944 wurde auch der Gutshof bombardiert und es starben dabei 18 Menschen; die meisten waren russische Kriegsgefangene, die dort arbeiteten.
Nach dem Krieg verwaltetet das Landratsamt Schwabmünchen den Gutshof und von 1946 bis 1956 war die Bayerische Landessiedlung für den Gutshof zuständig, ein Verwalter bewirtschaftete das Land im Auftrag des Freistaates Bayern. Ab 1965 übernahm die Fam. Heil etwa 450 ha im Pacht; bekannt war die Heil´sche Pferdezucht. Ab 1984 wurde der Gutsverwalter Herbert Birk der neue (Mit-) Pächter. Im Dezember 1999 übernahm die Gemeinde Kleinaitingen ca. 170 ha zur Weiter-verpachtung an ortsansässige Landwirte. Seit dem 5. März 2004 sind ca. 140 ha im Besitz der Gemeinde Kleinaitingen.
Von 1992 bis 2007 standen Wohn-Container der Regierung von Schwaben auf dem Gelände; sie dienten als Unterkunft für Asylbewerber.
Die Anlagen und Siedlungshäuser wurden wegen des schlechten Zustandes 2007/08 bis auf das Verwaltungsgebäude abgebrochen.

Der rießige Kuhstall (abgebrochen 2008)
Siedlungshäuser auf dem Gutshof (abgebrochen 2007)

Die Flächen sind teilweise als Gewerbegebiet vorgesehen. Weiter entstanden dort Ausgleichsflächen und ein Solarpark mit insgesamt ca. 15 ha Fläche an der Grenze zu Lechfeld Nord. Er ist 2007 an das Netz gegangen. Die Hallen der Bundeswehr werden von der Fa. EADS (heute Premium Aerotec) genutzt.

Lageplan
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