Lechfeldheide

 

Der Lech und die von ihm gebildeten Schotterebenen nehmen in der Botanik eine Sonderstellung ein, obwohl von den naturnahen Flächen nur noch ein geringer Teil der früher großen und wertvollen Lebensräume erhalten geblieben ist.

Die Artenvielfalt ergibt sich zum einen daraus, dass der Lech ein Pflanzenwanderweg ist, denn durch die Schmelzwasser gelangen Samen von den Alpen weit nach Norden. So sind hier viele Pflanzen zu finden, die sonst in den Bergen in großen Höhen beheimatet sind, aber am Lech den nördlichsten Punkt ihres Vorkommens haben.Zum anderen haben sich auf den Schotterfluren des unteren Lechtals auf flachgrundigen Böden mit geringer Schwemmsand- und Humusauflage sehr artenreiche Trockenrasen, die sog. Lechheiden erhalten, die hier ursprünglich weite Flächen bedeckten. Sie konnten nur deshalb bestehen, weil es ungedüngte Flächen sind.
Bei Trockenrasen fehlt meistens die Schatten spendende Baum- oder Strauchschicht, somit sind die Pflanzen hier extremen Bedingungen mit starkem Wind, größerer Sonneneinstrahlung und so großen Temperaturunterschieden ausgesetzt.

Die Lechfeldheiden sind wegen ihrer Entstehung, Größe und ihres Artenreichtums biologische Denkmäler von übernationaler Bedeutung. Leider sind sie so zusammengeschrumpft, dass sie fast schon zu kleine Biotope sind, um überleben zu können.

 
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